Biesdorf wurde 1375 im Landbuch Karls IV erstmals urkundlich erwähnt.
Der Ortsteil gehörte zum „kurfürstlichen Amt Köpenicks“ (1653 und 1666), nach der Eingemeindung 1920 in Groß- Berlin zum Bezirk Lichtenberg, später zum Bezirk- und heute eben zum Berliner Bezirk Marzahn- Hellersdorf.

Die Mitte des Stadtteils der heute rund 25.000 Bewohner hat bildet das ehem. Gut Biesdorf, welches 1887 von Werner von Siemens erworben wurde.
Dessen Sohn Wilhelm von Siemens ließ den Schlosspark des Gutes samt Schloss erweitern, die Anlage ist heute, zum grössten Teil restauriert und ist beliebtes Ausflugs- und Naherholungsziel für viele Berliner. Aber auch als sozialer und kultureller Treffpunkt werden die Parkbühne, das Gartenensemble und das Schloss genutzt.

Biesdorf besteht zum größten Teil aus Einfamilienhäusern und  grenzt im Norden heute an die Grosssiedlung von Berlin- Marzahn.

Mit der Festlegung über die „städtebaulichen Entwicklungsgebiete“ des Berliner Senats von 1993 entstand im Süden Biesdorfs ein völlig neuer Stadtteil, mit vielen Einfamilienhäusern und einem Einzelhandels- und Dienstleistungszentrum rund um den Elsterwerdaer Platz.
Viele junge Familien nutzen die Möglichkeit sich hier in Zentrumsnähe und grüner Umgebung anzusiedeln.

Als Aufgaben für die kommenden Jahre steht die infrastrukturelle Verbesserung des Stadtteils ganz vorn an. In Biesdorf- Süd gibt es zum Teil noch unbefestigte Schotterstraßen und der Durchgangsverkehr auf der Köpenicker Straße nimmt stark zu. Um Biesdorf vom Verkehr zu entlasten, wurde bereits seit 1980 an der sogenannten „Tagentialen Verbindung Ost“ (TVO) geplant, die als Ortsumgehung für Biesdorf dienen soll. Die Planung und der Bau müssen nun vorangetrieben werden.

Auch der Erhalt und Ausbau leistungsfähiger Schulen in Biesdorf mit Grund- und Oberschulen steht in den kommenden Jahren auf der Tagesordnung.

All diese Herausforderungen bedürfen der Unterstützung durch aktive Bürgerinnen und Bürger vor Ort und einer starken Komunalpolitik.